Von links nach rechts: Danijela Weidenauer, Christina Adler-Schäfer, Kerstin Biehal. Hinteransicht: Alaa und Michelle Okumus. Foto: Rosi Israel (Südhessen Morgen)

Nun hat Alaa eine Wohnung

Wohnen für Hilfe in Lampertheim - Konzept geht auf

RDB, LAMPERTHEIM. Die Arbeitsgruppe Wohnen des Aktionsplans Inklusion zieht eine positive Bilanz der vergangenen Monate: Mehrere Vorträge und Veranstaltungen haben das Interesse am gemeinschaftlichen Wohnmodell geweckt. Nach der Infobörse Wohnen im November 2024 rief das Team die Idee ins Leben, das bewährte Konzept – bislang vor allem von Studierendenwerken bekannt – in Lampertheim allen Wohnungssuchenden zugänglich zu machen. Die bereits durchgeführten Veranstaltungen im Jahr 2025 machten deutlich, dass großes Interesse und Bedarf in der Bevölkerung bestehen. Bei der Veranstaltung am 16. September 2025 konnten zwei Interessierte erfolgreich zusammengeführt werden.

Im Gespräch mit der Presse hat der Wohnungssuchende Alaa von seinen Erfahrungen mit dem Modell berichtet. In seinem Fall bedeutet dies einer älteren Dame Hilfestellung bei der Gartenarbeit zu geben. Dafür kann er in einer kleinen Wohnung im Haus vergünstigt wohnen. Die beiden haben innerhalb kurzer Zeit eine Beziehung aufgebaut und unterstützen sich gegenseitig. Da wird auch schon das ein oder andere Mal für Alaa gebacken, gekocht oder sogar gebügelt. Alaa spricht von seiner Vermieterin als „Glücksfall“ und er ist so froh, dass ihm in Deutschland „die Tür geöffnet wurde.“

Was bedeutet das Konzept Wohnen für Hilfe?

  • Bezahlbares Wohnen: Mietende zahlen eine reduzierte Miete oder erhalten eine kostenreduzierte Wohnlösung durch die gegenseitige Unterstützung im Alltag.
  • Alltagsunterstützung: Im Gegenzug übernehmen Mieterinnen und Mieter Hilfeleistungen im Haushalt, beim Einkaufen, Begleitung zu Terminen oder bei anderen alltäglichen Aufgaben, je nach individueller Vereinbarung.
  • Win-Win-Situation: Vermieterinnen und Vermieter erhalten verlässliche Unterstützung, mehr Stabilität und oft eine höhere Attraktivität der Vermietung; Mietende gewinnen finanziell und profitieren zugleich von sozialer Teilhabe und Unterstützung im Alltag.

Ziel ist es, eine langfristig tragfähige Lösung zu schaffen, von der sowohl Wohnungsgeber als auch Wohnungsnehmer profitieren.

Warum jetzt?

  • Bedarf besteht: Öffentliche Nachfrage zeigt hohes Interesse an gemeinschaftsbasierten Wohnformen.
  • Gesellschaftlicher Mehrwert: Förderung von Nachbarschaft, sozialer Teilhabe und gegenseitiger Unterstützung im Alltag.
  • Wirtschaftliche Entlastung: Reduzierte Mietkosten helfen insbesondere Menschen mit begrenztem Budget.

Wobei die Arbeitsgruppe Wohnen unterstützt:

  • Vermittlung von passenden Wohngemeinschaften und individuellen Vereinbarungen.
  • Begleitung und Moderation der Abstimmung von Bedürfnissen, Aufgaben und Zeitrahmen.
  • Information zu rechtlichen Rahmenbedingungen (Vertragsmuster), Versicherungen und Haftungsfragen.
  • Transparente Dokumentation der Vereinbarungen zwischen Vermieter und Mieter.

Ziele der Initiative

  • Schaffung nachhaltiger, wohnungsnaher Netzwerke in Lampertheim.
  • Stärkung der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben durch familiäre, freundschaftliche oder nachbarschaftliche Unterstützung.
  • Entwicklung klarer Kriterien und Rahmenbedingungen, damit beide Seiten sicher und zufrieden sind.
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Foto: Archiv

Jahresabschluss Gesundheitslots*innen

``Vernetzt. Verstetigt`` - Kommunales Gesundheitsmanagement Lampertheim

RDB, LAMPERTHEIM. Die intern als „Abschlussveranstaltung“ bezeichnete Veranstaltung wurde in der öffentlichen Kommunikation als „Vernetzt. Verstetigt. Kommunales Gesundheitsmanagement“ betitelt.

Marius Schmidt spricht die Begrüßungsworte, dankt (mit Präsenten) allen Beteiligten im Projekt (Steuerkreis-Mitglieder und Gesundheitslots:innen) und motiviert die Anwesenden, sich weiterhin in Sachen kommunale Gesundheitsförderung zu engagieren – durch gemeinsame Veranstaltungen, Maßnahmen, Vernetzung. Alle Anwesenden werden aufgerufen, sich als Gesundheitslots:innen einzubringen.
Isabel Keßler moderiert und stellt das Projekt vor:

Rückblick2025/Ausblick 2026: 
-Ausbildung von 11 Gesundheitslots*innen (1. Halbjahr 2024)
-Öffentlichkeitsarbeit und Bekanntmachung der Lots*innen
-Frauenspaziergang #WomenWalkingTalking initiiert (seit April 2025)
-Fortbildungsmaßnahme für Multiplikator*innen: Kinder stark machen. Frühe Suchtvorbeugung (Mai 2025)
-Teilnahme mit Stand am Präventionstag 2025
-Ess-Punkt. Ernährungstreff der vhs (seit September 2025)
-Erfahrungsaustausch Autismus verstehen gestartet (seit September 2025)
-Vortrag „Gesunder Start ins Leben – Ernährung von Anfang an.“ (Oktober 2025)

Durch Austausch in Kleingruppen wurde die Zukunftsvision beleuchtet. Dabei wurden an Flipcharts drei Leitfragen beantwortet. Die Ergebnisse sollen in die Weiterarbeit der Gesundheitslots*innengruppe mit einfließen.

Mit der Abschlussveranstaltung als letztem gemeinsamen Termin endet die Zusammenarbeit der Kooperationspartner (Kommune, eco-partner, IKK classic).

Die Haupt-Ansprechpartnerin wird weiterhin (hinsichtlich Verstetigung) Kerstin Biehal sein, gemeinsam mit Silke Reis. Es sollen auch zukünftig durch Kerstin Biehal organisierte Lots:innen- und Steuerkreis-Treffen stattfinden.
Das nächste Treffen ist am 28. Januar von 18 bis 20 Uhr im GestaltungsRaum (Quartiersbüro) Elsterweg 13 in Lampertheim geplant.

Kontakt: kerstin.biehal@regionale-diakonie.de oder gesundheitslotsen@lampertheim.de

 

Quelle: Regionale Diakonie Bergstraße (KBie), 03.12.2025
Foto: Archiv

Weitere Presseberichte zum Thema:

Mehrere Personen sitzen in einem Garten und hören einem Mann zu, der zu ihnen spricht. Zwei weitere Personen stehen.

SPD Sommertour macht Station im Elsterweg

Gemeinwesenarbeit im Fokus

Regionale Diakonie Bergstraße, LAMPERTHEIM.

Im Rahmen ihrer Sommertour besuchten Mitglieder der SPD die Gemeinwesenarbeit (GWA) in der östlichen Kernstadt Lampertheims. Vor Ort informierten sich die Genossinnen und Genossen über Ziele, Maßnahmen und erste Erfolge des noch jungen Projekts, das seit 2022 vom Land Hessen gefördert wird – jedoch nur bis Ende 2026.

Die Verantwortlichen machten deutlich: Gemeinwesenarbeit bedeutet mehr als Einzelfallhilfe. Sie verfolgt einen strukturorientierten Ansatz, der das gesamte Quartier stärkt, Teilhabe ermöglicht und das Vertrauen in demokratische Prozesse fördert. „GWA ist eine Investition in sozialen Frieden und Zukunftsfähigkeit“, betont die Projektverantwortliche.

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Das Team der Fachstellen Jugendberufshilfe im Kreis Bergstraße beim 25-jährigen Jubiläum.

25 Jahre Jugendberufshilfe – Gemeinsam stark für junge Perspektiven

Ein Vierteljahrhundert Engagement für die Zukunft junger Menschen

RDB, BERGSTRASSE. Mit einem bunten und persönlichen Fest feierten die Fachstellen Jugendberufshilfe im Kreis Bergstraße am vergangenen Donnerstag ihr 25-jähriges Bestehen. Zu den Standorten der Jugendberufshilfen im Kreis gehören Viernheim (Förderband e.V.), Odenwald (Nieder-Ramstädter-Diakonie), Bergstraße und Ried (Regionale Diakonie Bergstraße). Als Koordinator vom Kreis eröffnete Hermann Riebel die Jubiläumsfeier.
Unter dem Motto „Gemeinsam stark für junge Perspektiven“ blickten Mitarbeitende, Netzwerkpartner*innen, ehemalige Teilnehmende sowie zahlreiche Gäst*innen auf ein Vierteljahrhundert engagierter Arbeit zurück – und richteten gleichzeitig den Blick nach vorn.

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Teamleiterin Ingrid Zimoch(Mitte) nimmt stellvertretend für alle Tafel Helferinnen und Helfer die Spende von Lena Sattler & Simon Molitor (L&S Automaten – 4. v.r. und 2.v.r.) und Ute Katzenmeier & Anke Katzenmeier-Persin (BAUMAG Baufachhandel – 5. u. 6. v.r.) entgegen.

1000-Euro-Spende für die Tafelarbeit in Rimbach

1000-Euro-Spende für die Tafelarbeit in Rimbach

L&S Automaten OHG und BAUMAG Baufachhandel unterstützen die Tafelarbeit in Rimbach mit einer Spende von 1.000 Euro

Rimbach, 23. Mai 2025 – Die L&S Automaten OHG betreibt am Trommturm in Rimbach einen Snackautomaten mit Kaltgetränken und einer Auswahl an Snacks. Neben dem Automaten haben die L&S Automaten-Eigentümer Lena Sattler und Simon Molitor eine Pfandbox aufgestellt, so dass die Pfandflaschen gespendet werden können. Die Spendenerlöse werden jedes Jahr an eine gemeinnützige Institution aus Rimbach gespendet.

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Der Wahl-Talk der Regionalen Diakonie Bergstraße zusammen mit PAula, Familienzentrum, Behindertenbeirat Lampertheim und AWO findet am 27. Mai um 17:30 Uhr im Familienzentrum statt.

Wahl-Talk zur Bürgermeisterwahl in Lampertheim

World-Café am 27. Mai um 17:30 Uhr im Familienzentrum Lampertheim

RDB, LAMPERTHEIM. Wie soll sich Lampertheim in den nächsten Jahren entwickeln? – Diese und viele weitere Fragen beschäftigen derzeit die Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Um ihnen Gehör zu verschaffen, lädt die Regionale Diakonie Bergstraße als Teil der Liga der freien Wohlfahrtspflege zusammen mit AWO, PauLa, Behindertenbeirat und dem Familienzentrum herzlich zum Wahl-Talk ein. Dies ist eine öffentliche Dialogveranstaltung mit den drei Bürgermeisterkandidaten. Die Gemeinwesenarbeit ist dabei überparteilich und will Bürger:innen politisieren. Die Menschen sollen miteinander und mit Politik ins Gespräch kommen.  Anliegen zu adressieren fällt  in der persönlichen Begegnung leichter. Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Die Gemeinwesenarbeit der Regionalen Diakonie will dabei helfen faire Diskurse zu organisieren und Kompromisse zu finden, die Mehrheiten und Minderheiten im Blick haben!

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Auf dem Foto ist das Titelblatt des Fluter-Magazins zu sehen. Beschriftet ist es mit dem Titel: fluter. Schlagt jetzt bitte alle Seite 52 auf!

Mentale Gesundheit im Fokus

Der fluter. berichtet über die Arbeit der Mental-Health Coaches an der Alexander-von-Humboldt-Schule in Viernheim

Regionale Diakonie Bergstraße, VIERNHEIM.

Die renommierte Autorin und Journalistin Luise Land hat unsere Mental Health Coaches (MHC) an der Alexander-von-Humboldt-Schule in Viernheim begleitet. Im Auftrag der Redaktion des Magazins fluter hat sie für die aktuelle Ausgabe Nr. 94 über mentale Gesundheit an Schulen geschrieben und dafür intensive Einblicke in die tägliche Arbeit der MHC gewonnen.

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Das Logo der Gesundheitslotsen Lampertheim wird gezeigt

Jetzt ehrenamtlich für eine gesunde Stadt einsetzen

Gesundheitslots:innen gesucht! – Jetzt zur kostenlosen Schulung in Lampertheim anmelden

Regionale Diakonie Bergstraße, LAMPERTHEIM.

Gesundheit gemeinsam gestalten: Nach dem erfolgreichen Start des Kommunalen Gesundheitsmanagements in Lampertheim laden wir engagierte Bürgerinnen und Bürger herzlich zur nächsten Schulung für Gesundheitslots:innen ein.

Die kostenlose Schulung findet am Dienstag, 20. Mai, und Mittwoch, 21. Mai 2025, jeweils von 17:00 bis 21:30 Uhr in der Alten Schule, Römerstraße 39 (1. OG), Lampertheim statt.

Gesucht werden Menschen aus allen Lebensbereichen – ob mit Bezug zu Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen oder älteren Menschen – die sich ehrenamtlich für die Gesundheit in ihrer Stadt einsetzen möchten. Als Gesundheitslots:in beschäftigen Sie sich mit mit Gesundheit in Lampertheim, entwickeln gemeinsam mit anderen Ideen für gesundheitsfördernde Angebote und bringen Themen wie Bewegung, Ernährung oder psychische Gesundheit oder ins Gespräch.

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In einem Garten stehen sechs Personen nebeneinander und halten ein Schild in die Höhe mit Werbung für die Veranstaltung Wohnen für Hilfe

Zimmer oder Wohnung frei?

Gesprächsrunde über ``Wohnen für Hilfe``

Regionale Diakonie Bergstraße, LAMPERTHEIM.

Wer ein freies Zimmer oder Wohnraum zur Verfügung hat und sich Unterstützung im Alltag wünscht oder andersherum wer eine günstige Wohnmöglichkeit sucht und bereit ist, im Gegenzug Hilfe anzubieten – für diese Personen ist dieser Infonachmittag genau das Richtige!
Die Arbeitsgruppe Wohnen lädt nach der erfolgreichen Infobörse Wohnen im November dazu ein, das Thema Wohnen für Hilfe zu vertiefen.

Mitglieder der Arbeitsgruppe Wohnen (im Rahmen des Aktionsplans Inklusion):
Christina Adler-Schäfer (Psychosoziale Fachkraft auf dem Land, Kreis Bergstraße), Kerstin Biehal (Gemeinwesenarbeit Lampertheim, Regionale Diakonie Bergstraße), Michelle Okumus (Koordinatorin Aktionsplan Inklusion, Lebenshilfe Lampertheim und Ried e.V.), Danijela Weidenauer (Servicestelle Wohnen, Stadt Lampertheim)

In einer Gesprächsrunde berichtet Dr. Ernst Elbeshausen und andere von den Erfahrungen mit dieser Wohnform. Welche Formen der Unterstützung sind möglich und welche Wohnform ist für mich geeignet? Diese und andere Fragen sollen an dem Nachmittag beantwortet werden. Nach dem Austausch gibt es die Möglichkeit zum persönlichen Austausch und zur Vernetzung.

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Neun Personen stehen in einem Schulraum nebeneinander vor einem Roll-Up der Handwerkskammer und machen Werbung für das Handwerks-Speed-Dating

HWK-Speed-Dating

Speed-Dating der Handwerkskammer an der Alfred-Delp-Schule Lampertheim

Regionale Diakonie Bergstraße, LAMPERTHEIM. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Betrieben organisierte die Handwerksammer an der Alfred-Delp-Schule ein Speed-Dating mit einigen Betrieben. So konnten die  Schüler:innen und Schüler direkt in den Kontakt zu den Betrieben gehen und sich vorstellen.

Frau Petra Popp, die stellvertretende Schulleiterin, organisiert für die Alfred-Delp-Schule als Berufsorientierungs-Koordinatorin regelmäßig Veranstaltungen. Dieses Mal gab es ein „Speed-Dating“ mit verschiedenen Betrieben. Neben der Alfred-Delp-Schule nahmen auch die Elisabeth-Selbert-Schule, die Nibelungenschule Hofheim und das Berufsvorbereitende Bildungsjahr teil. Die Schüler:innen sollen früh verschiedene Berufe kennenlernen, damit sie später eine gute Entscheidung treffen können. So können sie ihre Stärken nutzen und eine Arbeit finden, die ihnen Spaß macht.

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