Bild von PIRO4D auf Pixabay
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Eine Klientin fasst Ihre Gedanken in einem Gedicht zusammen

DWB, RIMBACH. Die Auswirkungen der Corona Pandemie erfassen uns alle. Immer wieder wird von einer „Krise“ gesprochen und sicher passt dieses Wort ganz gut. Menschen mit seelischen Behinderungen sind es gewohnt mit Krisen umzugehen. Sie sind immer wiederkehrende Symptome der Erkrankung. Und so können alle, die nicht geübt sind Krisen zu bewältigen, viel lernen von Menschen für die sie zum Alltag gehören.

Eine Klientin des Diakonischen Werks hat hierzu ein Gedicht verfasst. Ganz stark!!!

Krise

Hallo Krise, na wie geht’s dir?
Du willst mich kleinkriegen, nicht mit mir.
Ich, bleibe locker vom Hocker und du?
Greifst alle anderen an im Nu’!
Du zwingst uns umzudenken,
Tust uns lenken.
Tust uns dabei auch etwas schenken.
Was?!? Das ist doch klar:
Achtsamkeit, Langsamkeit, Ruhe. Ja, das ist wahr.
Viele Menschen können das nicht verstehen und begreifen.
Auch diese Leute müssen jetzt Mal reifen.
Andere Menschen sind selbst die Ruhe in Person.
Wir wissen es schon.
Wir sind diese anderen Menschen.
Haben viele Schwächen.
Meistern unsere Krisen jeden Tag.
Manchmal mehr oder weniger arg.
Das ist jeden Tag unser Training.
Uns juckt das sehr wenig.
Jetzt sind mal die anderen dran.
Die sind ungeduldig und fragen noch, wie lang.

Nun heißt es für diese Menschen üben, üben, üben!

Die Autorin leidet an einer seelischen Behinderung und wird vom Diakonischen Werk im Rahmen des „Betreuten Wohnens“ unterstützt.

Quelle: DWB, 22.04.2020
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https://www.diakoniebergstrasse.de/betreutes-wohnen-fuer-menschen-mit-seelischer-behinderung/

Mehr Informationen zum Thema ``Betreutes Wohnen für Menschen mit seelischer Behinderung`` auf unserer Website