Partnerschaft für Demokratie in Lampertheim

Als erste Partnerschaft für Demokratie im Kreis Bergstraße fördern wir das zivilgesellschaftliche Engagement und die Beteiligung von Bürger:innen in der Stadt Lampertheim, die für eine klare Haltung gegen jede Form von Ausgrenzung und Verletzung von Menschenrechten eintreten sowie demokratiegefährdenden Einstellungen, Meinungen und Aktionen entschlossen widersprechen.

Dabei stehen uns Gelder aus dem Bundesprogramm Demokratie leben! und dem hessischen Landesprogramm „Aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“ zur Verfügung. Gemeinsam mit unseren Partnern aus Verwaltung und Politik in der Stadt Lampertheim setzen wir uns für Vielfalt und Toleranz ein.

 

Was wir tun

Wir unterstützen Menschen darin, ihre Projektideen in Lampertheim zu verwirklichen. Wir beraten und begleiten bis zur Antragsstellung. Nach der Durchführung freuen wir uns über Berichte und Dokumentation. Ganz besonders wollen wir das Engagement von Kindern- und Jugendlichen fördern.

 

Wie ist Beteiligung möglich?

Gemeinsam mit unseren Partnern aus Verwaltung und Politik in der Stadt Lampertheim setzen wir uns für Vielfalt und Toleranz ein. Foto: Nicholas Swatz auf Pexels.de

Wenn Sie Projektideen haben, die sich rund um Diskriminierung, Grund- und Menschenrechte oder Demokratie und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen drehen und für die Stadt Lampertheim und ihre Bürger:innen wertvoll und nachhaltig sind, dann melden Sie sich bei uns. Gemeinsam bringen wir Ihr Projekt auf den Weg.

Nach der Antragstellung entscheidet der Begleitausschuss der Partnerschaft über die Vergabe der Mittel. Im Begleitausschuss sitzen Vertreter:innen aus Zivilgesellschaft, der Kommunalverwaltung sowie der Lampertheimer Beiräte und Kommissionen. Der Begleitausschuss trifft sich in regelmäßigen Abständen und spricht Empfehlungen für die Vergabe der Projektmittel aus. Nach positivem Bescheid können Sie ihr Projekt starten.

 

Projektideen

Die Projektideen sind so vielfältig wie die Menschen, die sie ausgedacht haben. Sie reichen von Festen, Veranstaltungen und kreativen Mit-Mach-Angeboten über Veröffentlichungen, social media Beiträgen und Bildungsmaterial bis hin zu Vorträgen, Diskussionen, Ausstellungen und Workshops. Allen gemeinsam ist die Zielsetzung, möglichst viele verschiedene Menschen zu beteiligen und zu erreichen. Lampertheim ist offen für Vielfalt.

Unsere Veranstaltungen

Alle Events im Überblick

Plakat (Bildauschnitt) "Internationale Wochen gegen Rassismus" mit Veranstaltungshinweisen und Terminen. 11.03. - 24.03.2024 in Lampertheim.

Fortbildung: Rassismus im Kindesalter begegnen

12 März - 9:00 - 16:00    Kostenlos

Wochen gegen Rassismus in Lampertheim: Workshop "Rassismus im Kindesalter begegnen"

Rassismus ist ohne Frage in unserer Gesellschaft präsent, manchmal ganz offensichtlich, manchmal "subtil" in Form von Mikroaggressionen. Im Workshop wird es um eine Auseinandersetzung mit Rassismus in der Gesellschaft, im Bildungsbereich und im eigenen Denken und Handeln gehen. Der Workshop richtet sich zum einen an pädagogische Fachkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und zum anderen an interessierte Menschen, die sich gerne mit diesem wichtigen Thema auseinandersetzen möchten. Ein Angebot der VHS Lampertheim im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus in Zusammenarbeit mit der Jugendförderung. Projekträger: Regionale Diakonie Bergstraße.  
  Referenten: Fachstelle Kinderwelten​ für Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung. Anmeldung: Eine Anmeldung über die VHS Lampertheim ist erforderlich! Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.  
Banner für die Musikalische Lesung "75 Jahre Grundgesetz" am Samstag, den 20.04.2024 (Einlass: 19:30 Uhr, Beginn 20:00 Uhr), Evangelische Domkirche Lampertheim. Roman Knižka + Opus 45. Eintritt frei! Tickets online reservieren. Auf dem Foto zu sehen ist der Schauspieler Roman Knižka. Untertitel: Das Grundgesetz ist ein großes Versprechen. Für seine Einlösung bleiben wir selbstverantwortlich. (Georg M. Oswald)

Musikalische Lesung zu 75 Jahre Grundgesetz

20 April - 20:00 - 22:00    Kostenlos

„Die Würde des Menschen ist unantastbar …“

Eine mahnende Liebeserklärung an das deutsche Grundgesetz Texte u.a. von Susanne Baer, Max Czollek, Herta Müller, Heribert Prantl, Lucy Wagner sowie Sitzungsprotokolle des Parlamentarischen Rats, Briefe, Telegramme, Zeitungsartikel u.v.m. Musik u.a. von Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Paul Taffanel, August Klughardt, Richard Wagner, Maurice Ravel und Henri Tomasi Rezitation: Roman Knižka Dramaturgie: Maria-Elena Hackbarth Dauer des Konzerts: ca. 90 Minuten (mit Pause 110 Minuten)

Das Grundgesetz ist ein großes Versprechen. Für seine Einlösung bleiben wir selbstverantwortlich. (Georg M. Oswald)

Inhalt:

Drei Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs trat 1948 der Parlamentarische Rat zusammen, um dem neuen westdeutschen Staat, der Bundesrepublik Deutschland, eine demokratische Verfassung zu geben: das Grundgesetz. Im Parlamentarischen Rat arbeiteten 61 Männer und vier Frauen mit. Sie hatten unterschiedlichste Weltanschauungen, viele von ihnen waren in der NS-Zeit politisch Verfolgte, Flüchtlinge oder Überlebende der Konzentrationslager. Das Grundgesetz ist geprägt von den Schrecken und Verbrechen der Nazizeit. Die Grundrechte des einzelnen Menschen sollten im Mittelpunkt stehen: Demokratie, Rechtsstaat, Gewaltenteilung sowie der Schutz der Menschenwürde und der Gundrechte. Nie wieder sollte der Staat den Menschen instrumentalisieren und beherrschen können. „Der Staat ist um des Menschen willen da, nicht der Mensch um des Staates willen …“ so lautete Artikel 1 des Entwurfs, den der Verfassungskonvent von Herrenchiemsee im August 1948 verabschiedete. In der Endfassung des Grundgesetzes wurde daraus: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Unser Grundgesetz hat bis heute Bestand und ist ein Exportschlager geworden: Südafrika, Polen, Spanien – eine ganze Reihe von Staaten hat sich bei der Ausarbeitung einer neuen Verfassung am Grundgesetz orientiert. In der Präambel des Grundgesetz heißt es: „Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben …“ Wie würden wir diese Präambel heute formulieren? Was bedeutet das Grundgesetz 75 Jahre nach seiner Entstehung für jeden einzelnen von uns? Leben wir das Grundgesetz? Ein Beispiel: Gegen heftigen Widerstand setzten im Parlamentarischen Rat Elisabeth Selbert und Friederike Nadig die Formulierung „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ als zweiten Absatz in Artikel 3 des Grundgesetzes durch. Was heute selbstverständlich klingt, war damals ein großer Schritt. Aber wie sieht der Realitätscheck in Bezug auf die Gleichberechtigung von Mann und Frau heute aus? Auch um solche Fragen geht es in dieser musikalischen Lesung, deren Untertitel „Eine mahnende Liebeserklärung an das deutsche Grundgesetz“ bewusst gewählt ist. Schauspieler Roman Knižka und das Bläserquintett OPUS 45 nehmen das Grundgesetz von seiner Entstehung bis heute unter die Lupe. Was ist sein Fundament, welches Erbe trat es an? Welche Bedeutung hat dieses Fundament für uns heute? Zu Gehör gebracht werden literarische, philosophische und humoristische Texte u.a. von Susanne Baer, Max Czollek, Herta Müller, Heribert Prantl, Lucy Wagner sowie Sitzungsprotokolle des Parlamentarischen Rats, Briefe, Telegramme, Zeitungsartikel u.v.m. Die Musik für Bläserquintett, mal korrespondierend, mal kontrapunktisch zur Lesung, stammt u.a. von Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Paul Taffanel, August Klughardt, Richard Wagner, Maurice Ravel und Henri Tomasi.

Die Künstler:innen:

Roman Knižka + Bläserquintett OPUS 45 = Ensemble OPUS 45 Roman Knižka wurde 1970 in Bautzen geboren, erlernte an der Dresdener Semperoper zunächst den Beruf des Theatertischlers und verließ die DDR noch vor dem Mauerfall über die Grüne Grenze. Nach seinem Studium an der Bochumer Schauspielschule spielte er zunächst am dortigen Schauspielhaus und begann dann, sich einen Namen in TVDramen, Liebesfilmen, „Tatorten“ und diversen Kinoproduktionen zu machen. Daneben spricht er regelmäßig Hörbücher ein und ist mit großem Erfolg auf der Bühne aktiv. Seine markante, wandlungsfähige und einnehmende Stimme begeistert sowohl Kinder als auch Erwachsene. [caption id="attachment_9413" align="alignnone" width="1200"]Foto zur Musikalische Lesung "75 Jahre Grundgesetz" am Samstag, den 20.04.2024 (Einlass: 19:30 Uhr, Beginn 20:00 Uhr), Evangelische Domkirche Lampertheim. Roman Knižka + Opus 45. Eintritt frei! Tickets online reservieren. Auf dem Foto zu sehen ist der Schauspieler Roman Knižka (Mitte) mit den Musiker:innen von Opus 45. © Daniel Haeker Photography[/caption] Das Bläserquintett OPUS 45 gründete sich bei einem Berliner Orchesterprojekt: Johannes Brahms’ „Ein deutsches Requiem“ (opus 45) stand auf dem Programm und ist seither namensgebend. Das Bläserquintett, bestehend u. a. aus Musiker:innen der Hamburgischen Staatsoper, Beethoven Orchester Bonn, NDR Radiophilharmonie Hannover und BBC Symphony Orchestra Glasgow, beschreitet seit einiger Zeit gemeinsam mit dem Schauspieler Roman Knižka neue, disziplinübergreifende Wege. So entstanden literarische Kammermusikabende, die in der deutschsprachigen Konzertlandschaft einmalig sind, etwa das Programm zum NSWiderstand („Den Nazis eine schallende Ohrfeige versetzen!“) oder die szenische Lesung zu Geschichte und Gegenwart rechter Gewalt in Deutschland, die das  Ensemble mit dem Primo-Levi-Zitat „Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen …“ betitelte. Im Programm „Ich hatte einst ein schönes Vaterland …“ blicken Roman Knižka und die fünf Musiker:innen auf 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland zurück. Sie veranschaulichen die faszinierende Vielfalt jüdischen Lebens auf deutschem Boden, berichten von der Entrechtung, Vertreibung und Vernichtung deutscher Jude unter dem NS-Regime und gewähren Einblicke, wie sich jüdisches Leben in Deutschland heute, knapp 80 Jahre nach Kriegsende, gestaltet. Zurzeit tourt das Ensemble bundesweit mit seinen neuen Programmen über das Ghetto Theresienstadt und 75 Jahre Grundgesetz. Bereits im Juni 2022 erschien die erste DVD von OPUS 45, nämlich das o.g. musikalische Lesung zum NSWiderstand „Den Nazis eine schallende Ohrfeige versetzen!“ in Kooperation mit diversen Landeszentralen und der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Film und pädagogisches Begleitmaterial wurden aufwändig digital aufbereitet und können als Referenz hier eingesehen werden: https://www.opus45-derfilm.de/ »Showreel« (Rollenbeispiele) Roman Knižka: https://www.castupload.com/actors/roman-knizka www.opus-45.de www.facebook.com/opus45 www.instagram.com/ensembleopus45

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Weitere Informationen zum Download

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