Vor einem Bild mit einer Holzbrücke, umgeben von hellgrün belaubten Bäumen stehen Rudi Jakob links und Susanne Hagen. Rudi Jakob hält einen Korb mit einem Blumengesteck in der Hand.

Ehrenamtlicher Ansprechpartner für Rentenfragen verabschiedet sich nach 14 Jahren

Rudi Jakob war eine große Stütze für die Seniorenberatung der Regionalen Diakonie Bergstraße

Regionale Diakonie Bergstraße, BENSHEIM. In den vergangenen 14 Jahren war Rudi Jakob eine feste Anlaufstelle für Menschen aus dem Kreis Bergstraße, die sich mit Fragen zur Rente auseinander setzen mussten.

Er engagierte sich 14 Jahre ehrenamtlich in der Seniorenberatung der Regionalen Diakonie Bergstraße, um sein umfangreiches Fachwissen weiterzugeben.
Jetzt, mit fast 85 Jahren, will Jakob es etwas ruhiger angehen lassen. Doch sein Engagement und sein Fachwissen haben Spuren hinterlassen. Gerade in einer Zeit, in der die finanzielle Absicherung im Alter eine immer größere Rolle spielt, war sein Wissen für viele eine unschätzbare Hilfe.

Rente –  nicht einfach

Viele Fragen, Unsicherheiten und auch Zukunftssorgen beschäftigen die Menschen, wenn es um die finanzielle Absicherung im Alter geht. Leider sind diese Sorgen oft nicht unbegründet. Insbesondere Frauen sind von Altersarmut betroffen. „Erwerbsbiografien im Niedriglohnsektor, Teilzeit- und Familienarbeit sind Risikofaktoren, die zu deutlich geringeren Rentenansprüchen und existenziellen Schwierigkeiten im Alter führen können“, so Jakob. Dazu komme die falsche Vorstellung von der Rente: “Die Rente kommt von selbst und alle meine Daten stimmen”, sei ein Stolperstein bei der Altersvorsorge.  Obwohl die Behörden gewissenhaft arbeiteten, müsse man die Unterlagen prüfen, denn auch hier könnten sich unbeabsichtigt Fehler einschleichen. Sein Tipp vor allem für Jüngere: “Es ist gut, sich frühzeitig mit dem Thema Rente zu beschäftigen, um später keine bösen Überraschungen zu erleben.“ Am liebsten hätte er schon in der Schule über die Altersvorsorge informiert.

Rente – am Ball bleiben

Aufgrund seiner langjährigen beruflichen Tätigkeit als Ausbildungsleiter in der Versicherungsbranche erwarb er reichlich Fachwissen. Seine Expertise und der Wunsch, immer auf dem aktuellen Stand der Gesetzgebung zu sein, war von unschätzbarem Wert.

Das Motto “Es gibt nichts Gutes, außer man tut es” prägte sein lebenslanges ehrenamtliches Engagement. Die Bereichsleiterin der Beratungsdienste der Regionalen Diakonie Bergstraße, Susanne Hagen, würdigte Jakobs Engagement und dankte ihm im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für seinen langjährigen Einsatz. Viele Ratsuchende hätten durch Jakobs Hilfe nicht nur Antworten auf ihre Fragen erhalten, sondern auch Trost in unsicheren Zeiten gefunden.

Quelle: Regionale Diakonie Bergstraße (KM), 15.05.2024
Foto: Käthe Müller