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Fünf Jahre Lampertheimer Tafel - Anmerkungen zu einem denkwürdigen Ereignis

Glückwünsche und Nachdenklichkeit

2008 im Gründungsjahr der Lampertheimer Tafel, war nicht vorauszusehen, wie sich dieses Projekt, initiiert durch das Diakonischen Werk Bergstraße und das Evangelische Dekanat Ried,  entwickeln würde. Heute lässt sich sagen, dass es sich sehr gut entwickelt hat. Wöchentlich erhalten rund 1100 Menschen ergänzend Lebensmittel in der Tafel. Mit großer Dankbarkeit sehen wir auf fünf Jahre erfolgreicher Tafelarbeit zurück.
 
Der Wermutstropfen ist gleichwohl unübersehbar. Jede erfolgreich arbeitende Tafel - die Lampertheimer Tafel ist eine von über 900 bundesweit - verweist auf eine defizitäre Beschäftigungs- und Sozialpolitik. Denn bei allem Engagement und Bemühen helfen die Tafeln Menschen in ihrer schwierigen Lebenssituation, nicht aber aus ihr hinaus. Tafelarbeit ist Armutslinderung, keine nachhaltige Armutsbekämpfung.
 
Auch wenn die Arbeitsmarktzahlen - folgt man den Medien - besser aussehen als noch vor einem Jahr, scheint es doch so, dass eine große Zahl von Menschen dauerhaft keine Chance auf dem Arbeitsmarkt bekommt. Eine wirkliche Reform des Sozialgesetzbuches II – „Grundsicherung für Arbeitsuchende“ steht nach wie vor aus. Auch in Lampertheim bilden langzeitarbeitslose Menschen die überwiegende Zahl der Tafelkundinnen. Diese Menschen brauchen die Tafel sehr dringend. Für einen symbolischen Betrag von 2 € pro Einkauf hilft die Tafel ihnen „über die Runden zu kommen“.
 
Beglückwünschen hingegen können sich vor allem die Kommunen oder „das Gemeinwesen“ zur Existenz solch engagierter Bürgerinnen und Bürger, wie sie die „Tafelhelfer“ eindeutig darstellen. Rund 60 in Lampertheim an allen drei Standorten etwa 180 ehrenamtliche „Tafelhelferinnen“ und „Tafelhelfer“ arbeiten wöchentlich hunderte Stunden in dem sie Lebensmittel einsammeln, aufbereiten und an die Tafelkundinnen und -kunden ausgeben. Ihnen sei an dieser Stelle zu allererst gedankt. Neue Mitstreiterinnen sind hier immer willkommen.
 
Zu danken ist aber auch allen anderen Spenderinnen und Spendern. Hier sind zu nennen institutionelle und private Spender wie die Lebensmittelmärkte und -produzenten deren Abgabe von Lebensmitteln die Tafel instand setzt überhaupt etwas weitergeben zu können. Die Zuwendungen von Kreditinstituten, Stiftungen, Firmen und Privatpersonen sind ebenso notwendig für die Finanzierung des Tafelbetriebs.
 
Ein rein spendenbasierter Dienst wie ihn die Tafel darstellt, kann naturgemäß keine Versorgung garantieren, sondern nur im Rahmen der selbst erhaltenen Spenden andere Menschen unterstützen. Es zeigt sich, dass z.B. im Zusammenhang mit der jüngst intensivierten und grundsätzlich begrüßenswerten Diskussion über die Verschwendung von Lebensmitteln und ihrer Abhilfe dies nicht so bleiben muss. Wenn aber weniger übrig bleibt werden die Lebensmittel in den Tafeln knapper.
 
Letztlich stellen die Kosten für Entsorgung, Energie, Treibstoffe, Räumlichkeiten und Fahrzeuge eine dauerhafte Herausforderung dar. Die Tafelfinanzen, aber auch die permanent wachsenden Anforderungen an die Tafellogistik, zusätzlich zu der anspruchsvollen „Standardaufgabe“ zweimal in der Woche für die Menschen da zu sein, haben gezeigt, dass Betrieb und Erhalt unserer Tafeln dauerhafte Anstrengungen und fortwährendes Bemühen aller Beteiligten erfordert.
 
Insofern ist die Unterstützung der Lampertheimer Tafel sei sie ideell, durch Zeit- oder Geldspenden auch nach fünf Jahren so notwendig wie willkommen.

Lampertheim, Mai 2013 

Hans Seydel

Bereichsleitung
 

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Kontakt

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